Bau und Bild der Altstadt von Wil

Ein Gang zur Begegnung mit Geschichte und Gegenwart von Benno Ruckstuhl

Die Altstadt von Wil steht im Ruhm

Eine der besterhaltenen in der Ostschweiz zu sein. Sie wurde ausgezeichnet vom Europarat im Europäischen Jahr für Denkmalpflege und Heimatschutz 1976, 1984 vom Schweizer Heimatschutz mit dem Henri-Louis-Wakker-Preis.

Die Altstadt von Wil ist eine typische Hügelstadt. Zwei äussere Häuserzeilen säumen zwei Hauptgassen zwischen denen vier Gassen oder Durchgänge über einen mittleren Häuserkern vermitteln. Den zwei ehemaligen Haupttoren vorgelagert sind die beiden Vorstädte auf abfallendem oder tiefer gelegenem Gelände.

Der alte Bauplan von Wil zeigt eine Anlage mit ausgeprägtem Wehrcharakter. Die schützende Stadtmauer schloss über ihren Wehrauftrag hinaus die Bürgerschaft zu einer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einheit zusammen. Die Ringmauern wurden Mitte des 19. Jahrhunderts abgebrochen. An vielen Stellen bilden sie sicher seit dem 16. Jahrhundert die Aussenseite der Häuser.

Stadtplan aus der zeit um 1700

Der Stadtplan aus der zeit um 1700 überliefert uns noch acht äussere und zwei innere Tore. Davon blieb einzig das Schnetztor beim Hof erhalten.

Die heutige Gestalt der Altstadthäuser geht auf das 15. bis 19. Jahrhundert zurück. Bis ins 15. Jahrhundert waren die Häuser noch mehrheitlich aus Holz gebaut und mit Schindeln gedeckt. Hinter dem befestigten Ring der Stadtmauern duckten sich die Zeilen niedriger Häuser. Bittere Erfahrungen mit Stadtbränden forderten dann die Verwendung feuerfester Baumaterialien.

Bild der Geschlossenheit

So ergibt sich das imposante Bild der Geschlossenheit. Haus an Haus in Reih und Glied, keinen Zwischenraum lassend. Wohlhabend breit das eine, nur eine Fensterachse schmal das andere, jedes auch von persönlicher Eigenart in der Firsthöhe seines Satteldaches. Diese Vielfalt in der Einheit erscheint uns wie ein Abbild unseres demokratischen Gemeinwesens. Über der mittelalterlichen Stadt lag die Ausstrahlung der Geborgenheit. Trotz mancher baulicher und hygienischer Unzulänglichkeite beherrschten ihre Bewohner seit jeher die Kunst des Zuhauseseins. Trotz Enge und Einschränkung war hier Platz für geistige Entfaltung, Spielraum für Freiheit.“

Für einen Rundgang besorgen Sie sich bei Info-Center Stadt Wil, Marktgasse 62, 9500 Wil infocenter@stadtwil.ch das bebilderte Büchlein „Die Altstadt von Wil“ von Benno Ruckstuhl mit über 50 detallierten Beschreibungen zum heutigen und 20 Beschreibungen zum alten Baubestand und Ortsplan.

WilNet

dem Stadtlexikon der Stadt Wil

Wilnet bietet anhand von hunderten von Stichwörtern eine breite Dokumentation zur Vergangenheit und zur Gegenwart der Stadt Wil in den Bereichen Mensch, Raum, Arbeit, Kultur, Geschichte und Statistik von A bis Z. Dabei werden alle Epochen von der Frühgeschichte über das Mittelalter und die Neuzeit bis heute berücksichtigt.

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